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Bite The Dust Transalp 2014

Facts

Steinach am Brenner -> Riva am Gardasee

7 Tage

336 Kilometer

12343 Höhenmeter

Etappe #1: Steinach - Sterzing

Wir starten unsere Alpenüberquerung in Steinach (Tirol) mit Sterzing als erstes Etappenziel. Während der Anstiege bis auf den Sattelberg war das Wetter etwas nass, die Schiebepassagen matschig und der Nebel wurde immer dichter. Beim Überqueren des Höhenwegs zum Sandjoch, vorbei an alten aus dem Krieg zurückgebliebenen Gebäuden, wurde das Wetter aber immer besser. Durch viele leichte Anstiege und teils raue Wege war der gut 10km lange Höhenweg anstrengender als erwartet. Zur Abfahrt war es dann schön und wir erreichten Sterzing (Italien) in der untergehenden Abendsonne.

Etappe #2: Sterzing - Pfelders im Passeiertal

Tag 2 begann zunächst locker mit 10km Fahrt durch ein relativ ebenes Tal, einem leichten Anstieg für zwischendurch mit ein paar Wiesentrails, und weiteren 10 relativ ebenen Kilometern. Darauf folgte ein Anstieg zu Moarerberghütte, nach dem schon insgesamt 1100hm geschafft waren. Ab jetzt begann allerdings der für heute anstrengenste Teil, eine ca. 2,5km lange und um 500hm ansteigende Tragepassage auf die Schneebergscharte. Auf den teils sehr rauen Wegen mit gröbstem Schotter und großen Stufen erwies auch Schieben oft als nicht möglich. Da wir nun schon knapp 7 Stunden unterwegs waren und noch einige Kilometer und einen Anstieg vor uns hatten konnten wir den schönen Ausblick auf ca. 2700m nicht sehr lange genie├čen. Angesichts der nun folgenden traumhaften Abfahrt richtung Passeiertal (welche für mich leider auf den ersten Metern nicht fahrbar war) hat sich der lange Aufstieg aber wiedermal gelohnt. Angekommen im Passeiertal auf ca. 1000m ging es nun zum nächsten - nicht anspruchsvollen aber nach 9h Tour gefühlt langen - Anstieg nach Pfelders auf ca. 1600m. Nach insgesamt 11h erreichten wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit schließlich unser Etappenziel.
(Leider fehlt in meinem Strava Widget die Hälfte des Tracks)

Etappe #3: Pfelders - Naturns

Wie gestern konnten wir heute bei perfektem Wetter starten. An Tag 3 ging es gleich zur Sache - nach nur einer 3/4 Stunde Fahrt war der Beginn der nächsten Schiebe/Tragepassage erreicht. Der Unterschied zu gestern war allerdings dass sie dieses Mal 6,7km lang war und 1200hm Höhendifferenz zu überwinden waren. Unser Weg zur auf 2900m zu findenden Stettinerhütte (welche nach einer Lawine mit einem kleinen Anbau notdürftig wiederhergerichtet ist) führte diesmal durch nicht ganz so raue Wege wie gestern, dafür waren diesmal auch Schneefelder mit teils unklarem Wegverlauf mit dabei. Oben angekommen bot sich leider nur selten ein Blick in die Täler, da sich die Hütte die meiste Zeit über in einer Wolke befand. Die Abfahrt begann zunächst mit etwas Tragen über ein paar größere Felsen, danach fanden wir wieder einen schönen Trail vor, der dann recht bald in eine Schotterstraße mündete. Die letzten Höhenmeter fuhren wir eine Straße die dann durch einen Tunnel verlief, in dem wir das dortige Tempolimit von 70km/h nahezu ausreizen konnten.

Etappe #4: Naturns - Ultental

Tag 4 sollte entgegen unserer Erwartungen wieder ein etwas schwieriger werden. Nach einem 1300hm langen, konstanten und eigentlich sehr schönen Anstieg erreichten wir die Naturnser Alm. Das Wetter wurde mit der Zeit wieder etwas trüber und kälter. Nach einer etwas längeren Pause erwarteten wir dann die Abfahrt in Richtung Ultental, doch entgegen des Höhenprofils des Transalp Buchs kam diese nicht. Stattdessen folgte ein ca. 15km langer Höhenweg auf meist nicht befahrbaren und matschigen Wegen, begleitet von unangenehmen Temperaturen und einer tief grauen "Aussicht" über die kaum zu erkennende Landschaft. Als wir am Ende des Höhenwegs waren fanden wir dann statt einer Abfahrt leider eher so etwas wie einen klettersteigähnlichen Abstieg vor, der durch rutschtige Felsen und zunehmender Müdigkeit (wir waren schon seit 9 Stundne unterwegs) nicht einfach war. Zum Glück wendete sich der Abstieg recht bald in eine Abfahrt und wir erreichten das Ultental. Und wieder täschten uns unsere Karten: Dank eines falsch gesetzten Google Maps Punktes unseres Zielhotels standen uns unerwartet weitere knapp 500 Höhenmeter bevor. Nach 11,5 Stunden erreichten wir dann im Dunkeln unser Hotel. In meiner persönlichen Einschätzung die härteste Etappe - vor allem auf Grund nach der Naturnser Hütte aufkommender Knieprobleme, die den Höhenweg mit seinen rauen Wegen sehr unangenehm machten. Aufgrund der schlechten Sicht auf dem Berg habe ich leider auch kaum Fotos.

Etappe #5: Ultental - Male

Tag 5 begann wieder mit schönem Wetter und knapp 15 Straßenkilometer die uns weiter ins Ultental hinein führten. Danach bogen wir richtung Rabbijoch ab wo es zunächst über einen bequemen Schotterweg ging. Gegen Ende wurde er allerdings immer steiler und war durch einige steile Rampen kaum mehr fahrbar. Wieder war Schieben angesagt, das gehört irgendwie zu jeder Etappe dazu. Die letzten Meter aufs 2400m hohe Rabbijoch führten über einen schmaleren (hochzu auch nicht fahrbaren) Pfad, dessen Beschaffenheit aber sehr viel angenehmer war als bei den letzten Etappen.
Der erste Teil der Abfahrt war ein schöner, nicht sehr steiler und kaum verblockter Trail. Nach 2,5km ging es auf einer Schotterstraße und Radwegen ins Tal nach Male. Der heutige Tag war mit nur 6,5h im Vergleich zu den letzten relativ entspannend. In Male fiel uns recht schnell auf dass wir uns nicht mehr in Südtirol befanden. Ohne italiensch war sowohl das Beziehen unseres Hotels als auch das Abendessen nicht mehr so einfach wie in den Tagen zuvor. (Auch englisch war kaum verbreitet). Aber dafür war Male auch der erste Ort in dem wir übernachteten der mehr italienisches als österreichisches Flair ausstrahlt.

Etappe #6: Male - Madonna di Campigno

Von Tag 6 gibt es nicht viel zu berichten: Die Strecke zum Zielort war diesmal weder lang noch gab es auf dem Weg harte Anstiege und Tragepassagen. Nach bereits 1000hm und 20km war Madonna die Campigno gegen Mittag erreicht. Die Unterforderten von uns (exklusive mir) machten sich noch auf den Weg auf den Rifugio Graffer, welcher (Zitat Oli) einen knüppelharten Anstieg und Trail zu bieten hatte.

Etappe #7: Madonna di Campigno - Riva del Garda

Die Tour neigt sich dem Ende zu - heute ist leider schon die letzte Etappe. Nach gut 6km und 400hm fahren passierten wir einen kleinen See (Lago di Valagola) an dem wir kurz Pause machten. Danach ging es über den sogenannten Bärenpass, auf dem wiedermal eine Mischung aus Schieben und Tragen angesagt war. Nach einer in die Länge gezogenen Abfahrt mit Trailstücken und ein Tal weiter kamen wir dem Ziel Riva näher. Es war nun auch deutlich wärmer (über 30 Grad). Mit aufgefüllten Getränken überquerten wir den letzten Berg über den Passo Duron. Auf den folgenden Wegen ging es nun weitestgehend bergab. Als der Gardasee kurz vorm Tennosee zum ersten Mal zu sehen war bot die Tour zum Ende nochmal einige fantastische Ausblicke über die beiden Seen, ringsrum eingekesselt von den Bergen, leider haben wir diese nicht auf Fotos festgehalten.
Gegen Abend machten wir uns nach Baden im See und Abendessen in Riva auf den Weg zum Hotel, das weiter südlich am Seeufer lag. Wir hatten uns bereits auf längere Wege mit ca. 500hm und unbekannter Beschaffenheit eingestellt, da wir dachten dass der Tunnel entlang des Ufers mit dem Bike nicht befahren werden kann. Entgegen unserer Erwartung konnten wir zum Glück doch durch den Tunnel fahren. Wie sich später bei einer Erkundung des Abstiegs der Alternativroute zu Fuß herausstellte, hätte diese ansonsten alle bisher gesehenen Klettersteige in der Schwierigkeit deutlich überboten.




Unsere weiteren Touren am Gardasee

Tag #8: Ledro- Tenno See Runde

Als Abschlusstour an unserem letzten gemeinsamen Tag in Riva fuhren wir eine gemütliche 64km/1700hm Runde über den Lago di Ledro und Lago di Tenno. Der Weg zum Ledro See führte dabei zunächst leicht bergauf entlang des Seeufers, und anschließend über einige kleine aber steile Rampen zum See. Über die nochmal 1000m höher gelegene Hütte Rifugio Pernici fuhren wir dann zum Tennosee und am Ende Straße zurück nach Riva.
Anstatt auf der geplanten Beachparty in Riva (da hatten wir uns im Datum geirrt) ließen wir den Abend in einer Bar am Seeufer ausklingen und sahen uns "unser" Transalp Abschlussfeuerwerk an das zufällig an diesem Abend in Riva stattfand.

Tag #9: Riva - Rovereto - Riva

Nach 8 Tagen musste leider die Hälfte unserer Gruppe bereits den Heimweg antreten. Die in Riva verweilenden (Oli und ich) nahmen das zum Anlass mit "nur" 50km und kaum Anstiegen heute einen Ruhetag einzulegen.

Tag #10: Altissima + Monte Baldo

Nach dem entspannenden Tag gestern galt es nun die letzten 3 Tage zu nutzen um die Klassiker des Gardasees abzufahren. Nach einem 2000hm-Am-Stück Anstieg und 3,5h später machten wir Pause auf dem Altissima im Rifugio Damiani. Den Monte Baldo erreichten wir später mit kleinen Getriebeproblemen welche den letzten Anstieg nicht gerade einfacher machten. Auch die Abfahrt hatte es in sich. Verblockte Wege mit grobem Schotter überwiegten, wie das für viele Trails am Gardasee üblich ist. Erst gegen Abend, genau richtig zur Essenszeit, erreichten wir unser Ziel Torbole bei Riva.

Tag #11: Trimalzo

Heute haben wir uns den 1800m hohen Trimalzo vorgenommen. Nach der bereits bekannten Strecke vorbei am Ledro See bogen wir richtung süden ab, wo dann auch der eigentlich Anstieg begann. Gut 1000 Höhenmeter ging es einen Straßenpass entlang, der durch eine angenehme Steigung dazu einlud nochmal alles zu geben und einen Biker nach dem andere zu überholen. Im Gegensatz zu gestern waren Wege nach unten heute weniger grob. Eine kurvige Schotterstraße die auch durch mehrere kleine Tunnel verlief führte uns gut 600hm nach unten. Danach fuhren wir einen Trail, welcher wegen einiger großer Stufen, kleinerer Hindernisse und einem starken Gefälle sehr anspruchsvoll war. Insgesamt war der Schiebeanteil trotzdem sehr gering und die Abfahrt hatte einen hohen Spaßfaktor. Zwei Downhill Fahrer die wir unterwegs trafen zeigten uns eindrucksvoll dass eigentlich jede Stelle fahrbar ist - mit der richtigen Technik und dem passenden Bike.

Tag #12: Monte Stivo

Zum Abschluss fuhren wir am letzten Tag auf den Monte Stivo. Der Anstieg war wieder aus einem Stück und begann mit Straße mit Santa Barbara. Danach kam ein Schotterweg der aber nach kurzer Zeit bergauf nicht mehr befahrbar war. Das hohe Tempo was wir gestern an den Tag gelegt hatten machte sich heute bemerkbar, ich kam mir sehr ausgepowert vor und war gefühlt halb so schnell unterwegs wie gestern. Nach dem Gipfel der nochmal eine coole Aussicht bot, ging es zu Fuß weiter. Der Weg nach unten ging durch ein felsiges Waldstück. Es war nicht einfach den schmalen Weg voller teils hoher Stufen mit dem Bike im Gepäck zu passieren, auch hier machte sich die Erschöpfung der letzten Tage wieder deutlich spürbar. Die darauf folgende Abfahrt war das Klettern aber wert. Sie war zwar wieder sehr anspruchsvoll und voller grober (oft nasser) Steine, aber trotzdem echt cool und gut zu meistern. Inzwischen merkte man auch den Fahrtechnik Fortschritt den wir nach 11 Tagen täglichem Tourenfahren gemacht hatten. Wieder im Tal angekommen kamen wir noch an einer interessanten Höhle vorbei, mangels Licht konnten wir aber nicht sehr weit hinein fahren.
Am nächsten Tag machten wir uns auf getrennten Wegen auf den Weg nach Hause. Oli machte sich früh morgens mit dem Rad auf den Weg zurück nach München, wofür er nur 3 Tage (mit je 180km Weg) unterwegs war, eine erstaunliche Leistung! Ich fuhr nach einer kleinen Zeitvertreib-Runde an der Ponale Straße gegen Mittag ab Rovereto mit dem Zug.


Verwendete Kameras: Samsung Galaxy Camera, Panasonic Lumix DMC LX1, Sony Xperia Z1 und Z1 Compact

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